Martin Freinademetz startet bei der Rallye Dakar, 06.01.2007 – 21.01.2007
Eine kleine Werkzeugkiste nahe der Fußbremse wurde noch vor dem Start zur Spezialwertung als Störfaktor ausgeschaltet, brachte dem Innsbrucker aber eine Verspätung von fünf Minuten ein. "Kein perfekter Start. Ich war leicht genervt, doch als ich schon kurz danach die ersten Fahrer mit ihren Maschinen links und rechts der Strecke im tiefen Sand liegen sah, war meine Stimmung schlagartig besser", waren Missgeschick und auch die Kälte – bei der Abfahrt in Lissabon um 06:30 (MEZ) war alles vom Reif überzogen – schnell vergessen.
Gestartet in gestürzter Reihenfolge und in einem Abstand von 30 Sekunden, beendet der ehemalige Snowboardprofi die 117 Wertungskilometer des heutigen ersten Tages an der 60. Stelle und in einer Zeit von 01:44:15, 22:08 Minuten hinter dem Sieger dieser Etappe nach Portimao, Ruben Faria (POR). Technisch anspruchsvoll präsentierte sich die Strecke, wie geschmiert das Motorrad des 37-Jährigen. "Die Spezialwertung war härter als ich erwartet hatte. Am Roadbook hab ich nicht ein einziges Mal gedreht, wäre bei einer derart unruhigen Piste auch schwer möglich gewesen; allerdings konnte ich mich gut an den Spuren der anderen orientieren."
Am morgigen zweiten Tag von Portimao nach Malaga (ESP) warten 67 Kilometer Spezialwertung auf die insgesamt 501 zugelassenen Fahrzeuge. Die lange Verbindungsetappe über 463km endet am Hafen von Malaga, von wo aus sich der Tross über Nacht in Richtung Afrika begibt.
Die Rallye live im Internet: www.dakar.com