Etappe: Er Rachida - Quarzazate


Etappe: Er Rachida - Quarzazate

Martin Freinademetz startet bei der Rallye Dakar, 06.01.2007 – 21.01.2007

Auf der heutigen Marathonetappe durch Marokko surft Martin Freinademetz zum ersten Mal die Dünen, rettet sein Bike vor einem Buggy und beendet die vierte Sonderprüfung als 78. 405 Kilometer gegen Zeit, Sand und Gestein fanden nach 06:47:00 ein erschöpftes Ende im Biwak der Zweiradfahrer.

Startnummer 78 beendet die zweite Etappe auf afrikanischem Boden auch an der 78. Position, reiht sich im Gesamtklassement augenblicklich (17:50) auf den 124. Platz ein (+06:23:09) und lässt den Tagessieger von Etappe 1, den Portugiesen Faria, hinter sich. "Ein sehr passabler Tag. Schnell – bin über die Salzseen zum Teil 125-130km/h gefahren, wäre noch schneller gegangen, wollte ich aber nicht, da ich es nicht gewohnt bin so zu rasen. Das Gefühl in den Dünen war absolut vergleichbar mit Snowboarden. Ich bin das eine oder andere Mal auch einen Umweg gefahren, um den Sand auszukosten." Dass das Ziel heute nur einige Kilometer hinter dem Ende der Spezialwertung liegt, stört den Innsbrucker wenig. "Auf den steinigen Pisten hier in Marokko kommst dir zum Teil vor wie mit einem Schlagbohrer in der Hand; es rüttelt den ganzen Tag und schlägt ständig auf die Gelenke", machen sich erste Ermüdungserscheinungen bemerkbar. "Aber heute bin ich schon sehr zeitig im Ziel und bekomm wieder genug Schlaf!"

Reifen, Kette und ein paar Schrauben wurden gestern noch gewechselt und neu angezogen, da auf der heutigen Marathonrallye keine technische Assistenz im Biwak erlaubt ist sollte auch maximal ein neuer Luftfilter mitkommen. Trotz eines Überschlags im tiefen Sand der marokkanischen Dünen blieb die KTM von Schäden verschont und ist einsatzbereit. "Während einer Hilfsaktion konnte ich mein Bike gerade noch rechtzeitig vor einem heranrasenden Buggy retten!"

Die Stimmung im Ziel ist aufgrund des tödlichen Unfalls des Südafrikaners Elmer Symons gedrückt, Diskussionen über den planmäßigen Verlauf der morgigen Etappe geistern im Fahrerlager herum.

Die Rallye live im Internet: www.dakar.com

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